Stuttgarter Zeitung

Trainerrücktritt in Münster und ein Ex-Profi trifft vierfach für Türkspor
Artikel vom 4. März 2026
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Der Rückrundenstart der Kreisliga A, Staffel 1, sorgt bereits für reichlich Gesprächsstoff. In Münster schmeißt der Trainer kurzfristig hin, Türkspor angelt sich einen Ex-Profi, der direkt vierfach trifft, SportKulturs spielender Co-Trainer schießt schon jetzt das „Tor des Monats“, und ein Schiedsrichter taucht nicht auf.
TSV Mühlhausen – Türkspor Stuttgart 1:4
Der Top-Transfer des Tabellendritten Türkspor sticht sofort – und wie. Shkemb Miftari schoss seinen neuen Club in seinem ersten Einsatz mit vier Treffern quasi im Alleingang zum 4:1-Auswärtssieg. Der 32-jährige Angreifer spielte in der Jugend beim VfB Stuttgart, später für den Stadtrivalen Stuttgarter Kickers sogar in der 3. Liga. Nach Stationen unter anderem in der Ober-, Verbands- und Landesliga bei Vereinen wie Waldhof Mannheim, Calcio Leinfelden-Echterdingen, FC Schalke 04 II, den Stuttgarter Kickers, SV Fellbach, SV Böblingen, Türkspor Neckarsulm und GSV Maichingen, spielte er zuletzt für den Enz-Murr Bezirksligisten AKV B.G. Ludwigsburg. Seit dem Winter also Kreisliga A beim Türkspor Stuttgart. „Er wollte bei uns spielen und mit meinen Spielern zusammenspielen, die er teilweise noch von früher kennt“, erklärt Türkspor-Trainer Memik Erdogan den Wechsel. Und Miftari fügte sich direkt nahtlos ein. „Wir sind echt zufrieden mit ihm“, sagt Erdogan. Das 1:0 erzielte der Stürmer aus dem Stand aus 18 Metern. Bei seinen Toren zwei und drei blieb er frei vor dem Tor eiskalt. Seinen vierten Treffer erzielte Miftari mit einem Lupfer über Mühlhausens Torhüter Christian Tadic. „Insgesamt war es ein souveränes Spiel von uns“, sagt Erdogan.
Auch Mühlhausens Trainer Armend Mehmeti ist erstaunt über die individuelle Klasse, die Türkspor damit in seinen Reihen hat: „Das hat mit A-Klasse nichts zu tun“, sagt er anerkennend. Ein solches Team sei kein Maßstab für seine Mannschaft. „So gern wir es wollen, aber mit solchen Teams können wir uns nicht messen“, sagt Mehmeti. Abgesehen vom Ergebnis ist er deshalb zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Defensiv habe seine Mannschaft ab der Mittellinie guten Zugriff gehabt und sei taktisch diszipliniert gewesen. Nach vorne hätten sie dennoch ansehnlichen Fußball gespielt. „Das macht Mut und gibt Selbstvertrauen für die anstehenden Spiele“, blickt Mehmeti voraus.
Tore: 0:1 Miftari (25.), 0:2 Miftari (36.), 0:3 Miftari (84.), 1:3 Elqayem (90.), 1:4 Miftari (90.+1).
